Golanhöhen: Israel meldet Beschuss aus Syrien

Syrische Flugabwehrgeschosse am 10. Mai über der Hauptstadt Damaskus. Damals hatten israelische Jets einen Angriff auf iranischen Einheiten in Syrien geflogen

Syrische Flugabwehrgeschosse am 10. Mai über der Hauptstadt Damaskus. Damals hatten israelische Jets einen Angriff auf iranischen Einheiten in Syrien geflogen

Foto: YOUSSEF BADAWI/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Angespannte Lage an den Golanhöhen zwischen Israel und Syrien.

Aus Israel heißt es: Eine syrische Rakete sei auf die Golanhöhen abgefeuert worden, wo israelisches Militär stationiert ist. Das bestätigte ein Armeesprecher laut Berichten der Zeitung „Haaretz“. Es sei jedoch unklar, ob das Geschoss auf der israelischen oder syrischen Seite zu Boden gegangen sei. Truppen würden den gesamten Bereich absuchen.

Bei dem Geschoss soll es sich demnach um eine Boden-Luft-Rakete gehandelt haben – wie sie normalerweise von der Flugabwehr verwendet wird.

Zuvor hatte syrische Staatsmedien, die syrische Luftabwehr habe über der Stadt Kiswah ein habe auf ein „feindliches Ziel“ abgeschossen. Kiswah liegt rund 20 Kilometer südlich von Damaskus.

Spekulationen, es könnte sich dabei um einen israelischen Kampfjet handeln, wurden seitens der israelischen Armee als „Falschmeldung“ dementiert.

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Über Twitter und den saudischen TV-Sender „Al-Arabiya“ wurden dazu Berichte über einen israelischen Angriff auf iranische Stellungen in Syrien gemeldet. Demnach hätten Kampfjets von Iranern kontrollierte Militär-Posten im Süden des Landes attackiert. Videoaufnahmen, die aus dem Süden des Landes stammen sollen, zeigen Raketen am Nachthimmel.

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Iran gilt wie Russland als enger Verbündeter von Syrien-Diktator Assad, unterstützt ihn im seit über sieben Jahren dauernden Bürgerkrieg massiv mit Truppen: Meist handelt es sich dabei um schiitische Islamisten aus Irak, Afghanistan und dem Iran, die vom Mullah-Regime ausgebildet und ausgerüstet werden.

Auch die libanesische Terrorgruppe Hisbollah ist mit iranischer Unterstützung in Syrien aktiv und kämpft auf der Seite des Assad-Regimes mit.

Israel hat sich mehrfach besorgt geäußert, dass von Iran geförderte Islamisten von Syrien aus Israel angreifen könnten.

Der Nachbarstaat Syriens fürchtet insbesondere, dass Extremisten von Iran oder Syrien mit schweren Waffen versorgt werden. Mehrfach hat das israelische Militär bereits mit gezielten Luftangriffen Waffentransporte an islamistische Kämpfer in Syrien gestoppt.

Im September hatte es bereits einen schweren Vorfall am Himmel über Syrien gegeben: Damals schoss die syrische Luftabwehr einen Jet ihres Verbündeten Russland ab. Angeblich wollten die Assad-Truppen dabei eigentliche israelische Jets ins Visier nehmen. Russland hat Syrien mit modernen Flugabwehrraketen (Typ S-300) ausgestattet. Experten gehen aber nicht davon aus, dass die im Oktober gelieferten Systeme bereits einsatzbereit sind.

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